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Sparen, sparen, sparen tönt es nun von allen Ecken, mal wird die schwäbische Hausfrau bemüht, mal der Gürtel, der enger geschnallt werden soll. Von den Ausgaben wird gesprochen, aber um die Einnahmenseite blieb es in den letzten Jahren seltsam still. Die Kampagne UMfairTEILEN setzt hier an und will über Vermögenssteuer, Steuer auf Finanzmarktgeschäfte und dem Kampf gegen Steuerflucht und Steueroasen wieder Geld in den Staatssäckel leiten – Geld, dass möglichst für eine lebendige, vielfältige und lebenswerte Stadt oder Gemeinde, an der alle teilhaben können, ausgegeben wird. Dafür werden am 29.9.2012 in vielen deutschen Städten Tausende auf die Straßen gehen. So klein und nachvollziehbar die Forderung ist, so schwierig wird die politische Durchsetzung dieser und weitergehender Forderungen – wird uns doch seit Jahren erzählt, dass die „Leistungsträger“ – also die höheren Einkommen und Vermögenden - in der Gesellschaft gefördert werden müssen, damit es uns allen wirtschaftlich gut geht. FDP, CDU, SPD und teilweise auch die Grünen nehmen Arbeitsintensivierung, Privatisierungen und den Ausbau des Niedriglohnsektor hin, um die die deutsche Exportwirtschaft nicht zu gefährden und den "Standort Deutschland" konkurrenzfähig zu halten. Wir kämpfen seit Jahren gegen die Generalangriffe gegen Arbeitnehmer, RentnerInnen, Studierende und Arbeitslose hier – und sind fassungslos über das neue Ausmaß der Spardiktate in Griechenland, Spanien und Italien, die Millionen von Menschen in die Armut treiben. Von heute auf morgen werden demokratische Errungenschaften wie Versammlungsfreiheit und Tarifautonomie abgeschafft. Und wir wissen, dass Griechenland, Spanien und Italien nur der Anfang sind: Auch in Deutschland stehen im Rahmen des Fiskalpakts neue Kürzungen der Ausgaben für Bildung und Soziales an, auch in Deutschland wird über eine „Reform“ des Streikrechts diskutiert und zunehmend die Versammlungsfreiheit ausgehebelt.

Wir möchten mit Euch über offene Fragen und unsere Perspektiven diskutieren:
• Was hat die Reichtumsverteilung mit der sogenannten „Staatsschuldenkrise“ zu tun?
• Was können wir als GewerkschafterInnen und sozial Bewegte hier tun, um die
Generalangriffe gegen Lohn- und Sozialleistungsabhängige hier und anderswo abzuwehren?
• Was heißt Solidarität mit den Menschen in Griechenland, Spanien und Italien für unsere eigene Praxis?
• Wie wollen wir leben? Wie können wir auch über die Abwehr der Angriffe hinaus eine soziale und solidarische Praxis – und zwar international – entwickeln?

 

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Telefon: 0711 99797090
Fax: 0711 99797091
Email: schlager@rosalux.de

Zeitraum

25.09.2012, 19:00 Uhr - 25.09.2012, 21:00 Uhr

Adresse

DGB-Haus
Willi-Bleicher-Str. 20
70174
Stuttgart
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Eingetragen von

Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Aktionsform

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Themenkategorien

Globalisierung / Entwicklung / Migration
Ökonomie / Finanzen

Website

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