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20 Jahre Aufstand der Zapatistas in Mexiko

Am 1. Ja­nu­ar 2014 jährt sich zum 20. Mal der Auf­stand der Za­pa­tis­tas in Ch­ia- pas/Me­xi­ko. An Neu­jahr 1994 er­ho­ben sie sich mit einem «¡Ya Basta!» / «Es reicht!» gegen Re­gie­rung, neo­li­be­ra­len Ka­pi­ta­lis­mus, Ras­sis­mus, Patriarchat und Aus­beu­tung. Seit 20 Jah­ren leben sie nun in ihren über 1.?000 Ge­mein­den eine auf Gleich­be­rech­ti­gung, Ba­sis­de­mo­kra­tie und So­li­da­ri­tät ba­sie­ren­de Alter­na­ti­ve. Ihre an­hal­ten­de und ge­leb­te Re­vo­lu­ti­on «von links und unten» hat viele Men­schen welt­weit in­spi­riert. Die Zapatistas sehen ihren Aufstand als Teil eines weltweiten Widerstandsnetzwerkes.

Im Vortrag geht es um die Widerstandperspektiven von zapatistischen Frauen, deren Ausgangspunkt die «Revolution vor der Revolution» durch das zapatistische Frauengesetz markiert. Was wollte das zapatistische Frauengesetz, wie ist der aktuelle Bezug darauf und welche Veränderungen konnten die zapatistischen Frauen auf dieser Grundlage trotz der repressiven Bedingungen des Krieges niederer Intensität in Gang bringen?

Durch das Revolutionäre Frauengesetz wurden die Partizipation und der Ausbau von Frauenrechten in verschiedenen Lebensbereichen eingefordert. Bei der Besetzung der Verwaltung der kolonial geprägten Bezirkshauptstadt San Cristóbal de las Casas am 01. Januar 1994 hatte Mayorin Ana María das Kommando inne. Comandanta Ramona repräsentierte in den ersten Jahren des Aufstands die spezifisch situierten Perspektiven zapatistischer Frauen bei öffentlichen Großereignissen. Und nicht zuletzt als im Jahr 2001 Comandanta Esther als erste indigene Frau in der mexikanischen Geschichte vor dem Nationalen Kongress sprach, wurde die Bedeutung der Genderkämpfe innerhalb der zapatistischen Bewegung deutlich. Auch auf lokaler Ebene in den zapatistischen Unterstützungsgemeinden und in alltäglichen Lebensbereichen sind zapatistische Frauen nunmehr 20 Jahre sichtbar und aktiv.

Die Referentinnen Miriam Trzeciak und Anna Meuth haben beide mehrfach das Aufstandsgebiet in Chiapas besucht und zuletzt im Sommer an der kleinen zapatistischen Schule teilgenommen.

Der Vortrag beginnt ab 20:00 Uhr. Ab 19:00 gibt es die Möglichkeit sich mit Vokü zu stärken und mit Filmen zum zapatistischen Aufstand auf den Vortrag einzustimmen.

 
 

Kontakt

RLS-Regionalbüro Baden-Württemberg
Ludwigstr. 73a
70176 Stuttgart

Telefon: 0711 99797090
Fax: 0711 99797091
Email: schlager@rosalux.de

Veranstaltung in Kooperation mit der Queer-Feministischen AG der Interventionistischen Linken Tübingen

Foto: Oriana Elicabe, flickr / CC BY-NC-SA 2.0

 

Zeitraum

28.01.2014, 19:00 Uhr - 28.01.2014

Adresse

Wohnprojekt Schellingstr. 6
Schellingstr. 6
72072
Tübingen
Deutschland

Eingetragen von

Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Aktionsform

Vortrag

Themenkategorien

Globalisierung / Entwicklung / Migration
Gender
Politik / Demokratie / Recht

Website

http://www.bw.rosalux.de/event/49902/tods-somos-iguales-tods-somos-diferentes-widerstandsperspektiven-von-zapatistischen-fr.html

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