1914ereignisnachleben

Man konnte es vorher wissen: «Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden - , und Wehe dem, der zuerst die Lunte an das Pulverfass schleudert!» So Helmuth von Moltke, ehemaliger Generalstabschef, 1890 im Reichstag. Fast ein Vierteljahrhundert später war der Krieg da - angeblich hatte keiner ihn gewollt. Doch merkwürdig: Im Sommer 1914 wusste die Reichsregierung schon ganz genau, welche Ziele sie verfolgte - die Kriegsziele standen bereits fest. Seit den 1960er Jahren (Fischer-Kontroverse, DDR-Forschungen) galt die Rolle der deutschen Regierung bei der Verursachung des Ersten Weltkrieges als geklärt. Seit der Veröffentlichung eines Buches eines australischen Historiker jedoch findet, namentlich in den Medien, ein roll back, ein Rückfall hinter frühere Erkenntnisse, statt. Kurt Pätzold klärt auf, über die Ursachen des Ersten Weltkrieges und die Hintergründe der aktuellen Kontroversen.

Professor Dr. Kurt Pätzold, geboren 1930, war Inhaber des Lehrstuhls für deutsche Geschichte an der Humboldt-Universität in Berlin. Experte u.a. für die Geschichte des Faschismus, des Antisemitismus, der Judenverfolgung und des Geschichtsrevisionismus. Zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt «1914. Das Ereignis und sein Nachleben» (Berlin 2014).

Veranstaltung in Kooperation mit der VVN-BdA Tübingen-Mössingen und dem Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen.

Bild: Buchcover; Verlag am Park

 

Zeitraum

21.07.2014, 19:30 Uhr - 21.07.2014

Adresse

Adolf-Schlatter-Haus, Tübingen
Österbergstraße 2
72074
Tübingen
Deutschland

Eingetragen von

Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Aktionsform

Vortrag / Diskussion

Themenkategorien

Frieden / Antimilitarismus

Website

http://www.bw.rosalux.de/event/50865/schlafwandelnd-in-den-krieg-der-erste-weltkrieg-ursachen-und-aktuelle-kontroversen.html

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