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Diskussion / Vortrag
Mit Heinz-Jürgen Voß

Die «Erfolgsgeschichte» der bürgerlichen Homo-Emanzipation in den westlichen Industriestaaten fällt mit der neoliberalen Transformation der Weltwirtschaft zusammen. Während vor allem weiße schwule Männer Freiheitsgewinne verbuchen, kommt es zu einem entsolidarisierenden Umbau der Gesellschaft, verbunden mit zunehmend rassistischen Politiken im Innern; zugleich dient der «Einsatz für Frauen- und Homorechte» als Begründung für militärische Interventionen im globalen Süden.

An diesem Abend geht es, ausgehend vom von Heinz-Jürgen Voß und Salih Alexander Wolter verfassten Band «Queer und (Anti-)Kapitalismus» (Schmetterling Verlag) um Verbindungslinien zwischen Queer und Marxismus. Sie weisen besonders auf die konkreten Akteur_innen ‚queerer‘ Kämpfe hin: Schon 1969 in der New Yorker Christopher Street waren es «[S]chwarze und Drag Queens/Transgender of colour aus der Arbeiterklasse», die den Widerstand gegen heteronormative Ausgrenzung und Gewalt trugen und «sich in Abgrenzung zu weißen Mittelklasse-Schwulen und [-]Lesben ‚queer‘ nannten, lange bevor deren akademische Nachfahren sich diese Identität aneigneten» (Jin Haritaworn).

Für die Diskussion ist an diesem Abend Heinz-Jürgen Voß zu Gast.

Zeitraum

01.06.2015, 20:00 Uhr - 01.06.2015, 22:00 Uhr

Adresse

Universität Freiburg, Kollegiengebäude I, Hörsaal 1015
Platz der Universität 3
79098
Freiburg
Deutschland

Eingetragen von

Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Aktionsform

Vortrag

Themenkategorien

Gender

Website

http://www.bw.rosalux.de/event/53045

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