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Mit: Lucciano Ibaro

Die globalisierte Nahrungsmittelproduktion ist von fossilen Brennstoffen abhängig, deren Verfügbarkeit rapide schwindet und zu Spannungen in der Welt führt. Um eine Kalorie Essen auf den Teller zu bringen, braucht dieses System durchschnittlich zehn Kalorien an fossilen Brennstoffen.

Vom Feld bis zum Teller ist das Welternährungssystem heute für rund die Hälfte unserer Treibhausgasemissionen verantwortlich. Die Abholzung von Urwäldern, Bodenzerstörung und Vernichtung von Arten sind weitere Folgen der industriellen Landwirtschaft. Trotz dieses hohen Aufwandes kann nicht erreicht werden, dass alle Menschen auf der Erde genügend zu essen haben. Zugang zu Nahrung hat nur derjenige, der sie auch bezahlen kann.

Gleichzeitig konkurriert der Anbau von Lebensmitteln mit der Produktion von Futtermitteln und von Agrarrohstoffen, für die es eine zahlungskräftigere Nachfrage aus den Industrieländern gibt. Menschen werden weltweit von ihren Feldern vertrieben, um über das Eigentumsrecht Platz für die Verwertungsinteressen von Konzernen zu machen.

Einen Ausweg aus dieser Klima- und Ernährungskrise können nur andere gesellschaftliche Formen als die Warenproduktion und das Privateigentum an Boden bieten. Zusätzlich braucht es eine weltweite Umstellung auf ökologische Anbaumethoden und regionale Kreisläufe. Dafür sind radikale Änderungen im Ernährungssystem notwendig. Die Bedürfnisse der Menschen (und die der Tiere, Pflanzen und des Bodens) müssen im Mittelpunkt stehen und nicht die Erzielung von Gewinn, wie es für jedes Unternehmen, das in der Marktkonkurrenz steht, notwendig ist.

Die Idee

Wir, eine Initiative von GärtnerInnen, LandwirtInnen, KlimaaktivistInnen und Aktiven anderer sozialer Bewegungen verschiedenen Alters haben Anfang 2011 im Raum Freiburg eine Kooperative gegründet, die knapp 250 Mitglieder mit Lebensmitteln versorgt. Im Rahmen einer gemeinschaftlichen und solidarischen Ökonomie werden landwirtschaftliche Produkte, derzeit insbesondere Gemüse, ökologisch und klimagerecht angebaut und in Freiburg verteilt.

Kontakt

RLS-Regionalbüro Baden-Württemberg
Ludwigstr. 73a
70176 Stuttgart

Telefon: 0711 99797090
Fax: 0711 99797091
Email: schlager@rosalux.de

Veranstaltung in Kooperation mit dem Demokratischen Zentrum Ludwigsburg

Zeitraum

24.02.2012, 20:00 Uhr - 24.02.2012, 22:00 Uhr

Adresse

Demokratisches Zentrum
Wilhelmstrasse 45/1
71638
Ludwigsburg
Deutschland

Eingetragen von

Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Aktionsform

Vortrag

Themenkategorien

Natur-, Tier-, Umweltschutz

Website

http://www.bawue.rosalux.de/event/45299

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