Zehnter mai

Bekannt und ein wohlhabender Bestsellerautor wurde der 1870 geborene Eduard Fuchs durch die 6-bändige «Illustrierte Sittengeschichte», die seit 1908 im Albert Langen Verlag erschien und die bis heute als fundamentales Werk der Kulturwissenschaft gilt. Sie wurde trotz ihres horrenden Preises immer wieder nachgedruckt, was dem Verlag die Existenz sicherte, dem Autor ein Millionenhonorar bescherte und den Lesern ein voyeuristisches Vergnügen.

Der Rotfuchs verlies Deutschland am 28. Februar 1933 und triumphierend meldete der Dortmunder Generalanzeiger: «Das Ende eines Kulturbolschewisten» und schmähte: «Zu den anrüchigsten Gestalten des November-Deutschland zahlte Eduard Fuchs ... In pseudowissenschaftlicher Giftmischung tarnte er seine pornographischen Erzeugnisse.»

Das Fuchs-Haus (Eine Mies van der Rohe Villa in Berlin-Zehlendorf) wurde geplündert, seine Kunstsammlung beschlagnahmt und versteigert, seine Bücherei und sein Archiv vernichtet und sein schriftstellerisches Werk verboten und verbrannt.

Einzigartig sein Versuch, die Verlagsrechte und Klischees zurückzukaufen, um den Band «Die Juden in der Karikatur» neu herauszugeben, ergänzt um Bildmaterial aus dem Stürmer und antisemitischen Bilderbüchern, um das «Finale des Grauens und Entsetzens» der Nazis öffentlich zu machen.

Kontakt

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Telefon: 0711 99797090
Fax: 0711 99797091
Email: schlager@rosalux.de

Veranstaltung im Rahmen der «Aktion 10. Mai: 80 Jahre Bücherverbrennung»

 

Zeitraum

22.05.2013, 19:00 Uhr - 22.05.2013, 21:00 Uhr

Adresse

Rathaus
Marktplatz
Stuttgart
Deutschland

Eingetragen von

Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Aktionsform

Lesung

Themenkategorien

Antifaschismus
Medien / Digitales

Website

https://www.facebook.com/events/539674769389402/

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