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Esoterik ist en vogue. Als relativ junge Religion, in Deutschland vor etwa 150 Jahren parallel mit der Reichsgründung entstanden, transportiert sie nationale Mythen, rassistisch-völkisches Gedankengut und bietet sich als adäquate Religionsform der Moderne an. Neben einem Einblick in die Geschichte und die Grundlagen esoterischen Denkens geht es um Gründe für ihren massenhaften Gebrauch. Esoterische Ratgeber versprechen individuelle Möglichkeiten, dem Druck der derzeitigen Arbeitswelt - permanentes Selbst-Empowerment zu «Arbeitskraftunternehmer_innen» - stand zu halten. Der Vortrag behandelt die Frage, warum sich Menschen der Esoterik verschreiben. Ausgehend von Interviewstudien soll erörtert werden, welche Bedürfnisse und gesellschaftlichen Probleme mit Hilfe von Esoterik zu lösen bzw. Zu kompensieren versucht werden.

Claudia Barth ist Sozialpädagogin (FH) und Sozialpsychologin. Sie arbeitet zur Kritik der Esoterik als Publizistin und freie Referentin sowie im Bereich Kinder- und Jugendhilfe mit Sinti und Roma.

Bisher veröffentlicht:

Esoterik - Die Suche nach dem Selbst. Sozialpsychologische Studien zu einer Form moderner Religiosität, Bielefeld 2012
Über alles in der Welt - Esoterik und Leitkultur. Eine Einführung in die Kritik irrationaler Welterklärungen, Aschaffenburg 2006

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Rosa-Luxemburg-Club Heidelberg und der Gruppe AKUT [+C].

Buchcover: Claudia Barth. Esoterik - die Suche nach dem Selbst. www.transcript-verlag.de

 

Zeitraum

26.06.2014, 19:30 Uhr - 26.06.2014

Adresse

Neue Universität Heidelberg
Universitätsplatz
69117
Heidelberg
Deutschland

Eingetragen von

Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Aktionsform

Vortrag / Diskussion

Themenkategorien

Bildung / Familie / Gesundheit
Freiräume / Subkultur

Website

http://www.bw.rosalux.de/event/50665/esoterik-die-suche-nach-dem-selbst.html

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