Deutsche schutztruppe kolonial

Mit: Lucius Teidelbaum

Häufig wird vergessen das Deutschland auch einmal Kolonialmacht war. In der öffentlichen Wahrnehmung ist kaum bekannt das Deutschland von 1884 bis 1918 als «Schutzgebiete» bezeichnete Kolonien in Afrika, im Pazifikraum und in Ostasien besaß. Gegen ihren Willen kamen mehrere Millionen Menschen unter die Herrschaft des deutschen Kaiserreiches. Immer wieder rebellierten sie dagegen und ihre Aufstände wurden von deutsche Truppen blutig niedergeschlagen. Insgesamt kostete die deutsche Kolonialherrschaft mehrere hunderttausend Menschen das Leben.


Im Vortrag soll dargestellt werden wie sich der Kolonialismus herausbildete bzw. was das überhaupt ist und wie die koloniale Expansion begründet wurde. Es soll gezeigt werden wie sich der Kolonialismus auf die Unterdrückten auswirkte und in der Rückwirkung auch die Kultur und Politik des kolonialen «Mutterlandes» beeinflußte. Mit dem Verlust der Kolonien 1918 endete aber nicht der Kolonialismus in Deutschland. Die Auswirkungen der Kolonial-Ära, z.B. auf den Rassismus, prägen auch die postkoloniale Zeit und das bis heute.

Lucius Teidelbaum ist Historiker aus Tübingen.

Kontakt

RLS-Regionalbüro Baden-Württemberg
Ludwigstr. 73a
70176 Stuttgart

Telefon: 0711 99797090
Fax: 0711 99797091
Email: schlager@rosalux.de

Veranstaltung in Kooperation mit INPUT Tübingen im Rahmen des Jugendbildungsprogramms

Zeitraum

12.04.2012, 19:00 Uhr - 12.04.2012, 21:00 Uhr

Adresse

Epplehaus
Karlstraße 13
72070
Tübingen
Deutschland

Eingetragen von

Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Aktionsform

Vortrag

Themenkategorien

Frieden / Antimilitarismus

Website

http://www.bw.rosalux.de/event/45110

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