Flickr dennis skley cc by nd 2.0

Diskussion / Vortrag
Mit Horst Kahrs (RLS), Bernhard Strasdeit (Die LINKE BW)
Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt bedürfen einer genauen Analyse und es gilt für alle demokratischen Parteien und für alle Demokratinnen und Demokraten gründlich darüber nachzudenken, welche Schlussfolgerungen aus dem deutlichen Erstarken der rechtstradikalen «Alternative für Deutschland» zu ziehen sind.

Mit den Ergebnissen in den beiden westdeutschen Flächenländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz machen diese Wahlen deutlich, dass die «Alternative für Deutschland» nicht (länger) als rein ostdeutsches Phänomen und als bloßes Gefäß des Protestes für die Frustirierten und Benachteiligten verstanden werden kann. Vielmehr gilt es auch den «Extremismus der Mitte» und das Syndrom einer «gruppenbezigen menschenfeindlichen Einstellung» in den Blick zu nehmen.

Für die politische Linke im Allgemeinen und die Partei DIE LINKE im Besonderen gilt es zu fragen, weshalb es ihr nicht gelingt, mit einer sozial inklusiven Politik der Spaltung der Gesellschaft entgegen zu wirken und ein erneuertes Solidarmodell, das Geflüchtete, Menschen mit und Menschen ohne Migrationshintergrund einbezieht, in der Gesellschaft populär zu machen. Bei aller Notwendigkeit, den rassistischen und menschenfeindlichen Charakter der «Alternative für Deutschland» zu benennen - allein wird dies nicht ausreichen. Die Aufgabe der Linken wird es sein, eine positve Alternative für eine sozial gerechtere und demokratischere Politik in Deutschland und Europa konkret zu benennen und für diese um gesellschaftliche Mehrheiten zu ringen.

In der Veranstaltung wollen wir uns dieser Fragen annehmen, indem wir einen detaillierteren Blick auf die Wahlergebnisse, insbesondere diejenigen der Landtagswahl in Baden-Württemberg, werfen. Wer hat die «Alternative für Deutschland» aus welchen Gründen gewählt? An wen hat DIE LINKE aus welchen Gründen Stimmen abgegeben? Wieso gelang es der «Alternative für Deutschland» eine große Zahl von bisherigen NichtwählerInnen an die Wahlurnen zu bringen? Welche strategischen Schlussfolgerungen haben demokratische Parteien im Allgemeinen, DIE LINKE im Besonderen aus dem Wahlergebnis zu ziehen?

Mit Horst Kahrs haben wir einen Gesprächspartner eingeladen, der einen fundierten Einblick in diesen Themenkomplex geben kann. Er beobachtet als Referent «Das Öffentliche/ Klassen- und Sozialstrukturanalyse für die Rosa-Luxemburg-Stiftung» seit langem die Entwicklungen des politischen Systems und gesellschaftlich-sozialstruktureller Entwicklungstendenzen in der deutschen Gesellschaft und analysiert vor diesem Hintergrund die Wahlergebnisse in der Bundesrepublik. Seinen aktuellen Wahlnachtbericht zu den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt finden Sie hier.

Bernhard Strasdeit, Landesgeschäftsführer der LINKEN in Baden-Württemberg, wird einen Überblick über den Verlauf des Wahlkampfes in Baden-Württemberg geben und aus der Perspektive der baden-württembergischen LINKEN die Herausforderungen für die Partei in Baden-Württemberg diskutieren.

Bild: Dennis Skley, flickr / CC BY-ND 2.0

Zeitraum

14.04.2016, 19:00 Uhr - 14.04.2016, 21:00 Uhr

Adresse

RLS Regionalbüro Stuttgart
Ludwigstr. 73a
70176
Stuttgart
Deutschland

Eingetragen von

Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Aktionsform

Vortrag

Themenkategorien

Antifaschismus
Politik / Demokratie / Recht

Website

http://www.bw.rosalux.de/event/55354

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