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Ausgangspunkt ist eine kurze Problematisierung der vorherrschenden Demokratiekonzepte: Diese Konzepte denken Demokratie von Staat, von der Ordnung oder von anderen gesellschaftlichen Phantasmen bzw. normativen Fluchtpunkten her. Damit manövrieren diese Konzepte sich selbst in eine demokratietheoretische Sackgasse. Diesen Vorstellungen stehen andere Ideen gegenüber, das Demokratische zu denken. Dafür stehen u. a. Konzepte von Jacques Derrida, Ernesto Laclau und Chantal Moufffe, sowie Jaques Rancière.

Anhand von konkreten, lokalen Beispielen aus aktuellen gesellschaftlichen Konfliktlagen sollen ihre theoriepolitischen Deutungsmöglichkeiten ausgeleuchtet werden. Diese Beispiele sind die Auseinandersetzungen um (dezentrale) Flüchtlingsunterkünfte in Leipzig, der «Wurzener Denkmalstreit» sowie die Konflikte um die Unterbringung von Sexualstraftätern in Insel in Sachsen-Anhalt. Diese Konflikte, die exemplarisch für zentrale gesamtgesellschaftliche Konfliktlinien stehen, werden demokratietheoretisch analysiert und für eine andere Praxis des Politischen fruchtbar gemacht. Anstatt von einem Konzept der Demokratie auszugehen, wie Demokratie «richtig» zu denken oder auszugestalten sein sollte, wäre die auszuarbeitende Alternative, das Unabgeschlossene des Demokratischen zu betonen und die Kämpfe um eine Un- und Neuordnung des Politischen zu stärken.

Kontakt:
RLS-Regionalbüro Baden-Württemberg
Ludwigstr. 73a
70176 Stuttgart

Telefon: 0711 99797090
Fax: 0711 99797091
Email: schlager@rosalux.de

 

Zeitraum

15.10.2013, 19:00 Uhr - 15.10.2013

Adresse

Jugendkulturzentrum FORUM
Neckarpromenade 46
68167
Mannheim
Deutschland

Eingetragen von

Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Aktionsform

Infoveranstaltung

Themenkategorien

Politik / Demokratie / Recht

Website

http://www.bw.rosalux.de/event/48948/demos-volk-kratia-herrschaft-das-politische-system-demokratie.html

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