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Agrarindustrie 4.0: Digitalisierung und Konzernmacht in der Landwirtschaft Diskussion und Studienpräsentation mit Pat Mooney (ETC Group und Träger des Alternativen Nobelpreises)

 

Smart Farming, Drohnen, per Satellit gesteuerte Traktoren, die Nutzung von Klima- und Wetterdaten durch Big Data oder die Anwendung von synthetischer Biologie: Ist Digitalisierung tatsächlich das neue Wundermittel, um Hungerkrisen und den Verlust der Biodiversität zu beenden oder den Klimawandel zu begrenzen?

Neue Technologien versprechen Effizienzsteigerungen und Nachhaltigkeit bei der Nahrungsmittelerzeugung. Dabei geht es im Kern um das massenhafte Sammeln und Auswerten einer Vielzahl von Daten, die auf den Höfen, beim Anbei und bei den Verbraucher*innen anfallen. Agrarkonzerne wie Bayer und Deere, aber auch Internetkonzerne wie Amazon und Google sind längst dabei, sich die Hoheit über die Digitalisierung der Landwirtschaft anzueignen. Durch Fusionsprozesse konsolidieren sie ihre Dominanz nicht nur in einem Sektor, sondern vertikal entlang mehrerer Schnittstellen der Agrarlieferkette. Ihre Bemühungen werden durch politische Entscheidungsträger*innen in Deutschland und anderswo unterstützt, die vor allem die Vorteile der Digitalisierung betonen und Investitionshemmnisse aus dem Weg räumen wollen.

Eine kritische Betrachtung kommt bislang zu kurz: Wer sind die zentralen Akteure im Digitalisierungs-Geschäft? Was bedeutet die Digitalisierung explizit für kleinbäuerliche Erzeuger*innen und Arbeitende in Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie weltweit? Inwieweit und mit welchen politischen Maßnahmen kann die Digitalisierung für den Umbau hin zu einer sozial und ökologisch gerechten Landwirtschaft genutzt werden?

Diese und viele weitere Fragen wollen wir gerne mit Ihnen diskutieren.

Wann: Dienstag, den 9. Oktober 2018 von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr und anschließendem Empfang

Wo: Münzenbergsaaal der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1. 10243 Berlin

Mit: Pat Mooney (ETC Group und Träger des Alternativen Nobelpreises), Geraldine de Bastion (Konnektiv), Jan Urhahn (INKOTA-netzwerk) und Franza Drechsel (GLOCONN)

Die Veranstaltungen finden auf Deutsch und Englisch mit Simultan-Übersetzung statt.

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an Jan Urhahn von INKOTA (urhahn@inkota.de).

 

Die Veranstaltung wird organisiert von INKOTA-netzwerk, GLOCON und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Zeitraum

09.10.2018, 18:30 Uhr - 09.10.2018, 20:30 Uhr

Adresse

Münzenbergsaaal der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Franz-Mehring-Platz 1
10243
Berlin

Eingetragen von

INKOTA-netzwerk

Aktionsform

Podiumsdiskussion

Themenkategorien

Natur-, Tier-, Umweltschutz
Globalisierung / Entwicklung / Migration
Medien / Digitales

Website

https://www.inkota.de/aktuell/veranstaltungen/news/vom/13/juli/2018/agrarindustrie-40-digitalisierung-und-konzernmacht-in-der-landwirtschaft/

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